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World Vision International
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World Vision International ist eine internationale evangelikalecite-ref-4[4] Hilfsorganisation und assoziiertes Mitglied der Weltweiten Evangelischen Allianz.cite-ref-5[5] Sie ist eine der weltweit gröĂten Entwicklungshilfeorganisationen und die gröĂte christliche Nichtregierungsorganisation.
Die Schwerpunkte der Organisation liegen in der Entwicklungszusammenarbeit, in der humanitĂ€ren Hilfe sowie in der entwicklungspolitischen Lobby- und Bildungsarbeit. World Vision International unterstĂŒtzt die christliche Mission und widmet sich sozialen Verbesserungen. Das Spendenaufkommen betrug 2008 rund 2,6 Milliarden US-Dollar. Das bekannteste Finanzierungsinstrument sind Kinderpatenschaften.
World Vision International hat ihren Sitz in den Vereinigten Staaten. Die Organisation ist in 48 verschiedene, stark zentral gesteuertecite-ref-6[6] LĂ€nderbĂŒros unterteilt, die die World Vision-Projekte betreiben. World Vision hat einen beratenden Status bei der UNESCO und Partnerschaften mit UN-Organisationen wie UNICEF, WHO, UNHCR und der ILO. In den USA kommt es hĂ€ufig zu einer Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfeprogrammen der Regierung.
Contents
âą Geschichte
âą Organisation
âą Kinder
âą Finanzierung
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Christliches Leitbild
Bewertung in der Fachliteratur
Nach Steve Brouwer, Paul Gifford und Susan D. Rose ist World Vision International eine evangelikale Hilfsorganisation, die sich auf die Lieferung von medizinischer Versorgung und Nahrung fĂŒr Arme, hĂ€ufig in Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfeprogrammen der US-Regierung, konzentriert. Die Organisation habe sich stĂ€rker langfristigen sozialen Verbesserungen verschrieben als andere Evangelisation betreibende Organisationen; eine âaggressive Christianisierungâ der Welt mittels âcharismatischer Theologieâ sei gleichwohl vorrangig (âprimacy of aggressively Christianizing the world with its charismatic theologyâ).cite-ref-brouwergiffordrose-7-0[7] Hierzu gebe sie sowohl logistische als auch finanzielle UnterstĂŒtzung. World Vision International habe zur Verbreitung des Evangelikalismuscite-ref-brouwergiffordrose-7-1[7]cite-ref-8[8]cite-ref-evangelikal-9-0[9] in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts beigetragen.cite-ref-10[10]cite-ref-11[11] In den 1980er Jahren habe bei World Vision International unter der Leitung von Ted Engstrom eine Vermischung von Entwicklungshilfe mit USAID und missionarischen AktivitĂ€ten stattgefunden.cite-ref-12[12]
Heinrich SchĂ€fer rechnet die Organisation den Glaubensmissionen zu.cite-ref-13[13] Trotz des eigenen konservativen Hintergrundes war World Vision eine der ersten christlichen Hilfsorganisationen, die die neuen lateinamerikanischen Theologen in ihren Forderungen nach gröĂerer sozialer Mitverantwortung unterstĂŒtzte.cite-ref-14[14]
Selbstdarstellung
In der Declaration of Internationalization von 1978 wurde vom erweiterten internationalen Board von World Vision der theologische Rahmen, innerhalb dessen die Organisation zu arbeiten hat, mit einem âStatement of Faithâ entsprechend der damaligen Fassung der amerikanischen National Association of Evangelicals (NAE) festgelegt.cite-ref-16[16] Diese Festlegung wurde 1995 mit dem Covenant of Partnership nochmals bekrĂ€ftigt, der von jedem NationalbĂŒro zu unterzeichnen ist und die Anerkennung dieses Statement of Faith verlangt.cite-ref-17[17]
World Vision hat fĂŒr die globale Arbeit Grundwerte vereinbart, die das Handeln aller Mitarbeiter weltweit prĂ€gen sollen. Dieses christliche Leitbild enthĂ€lt nach eigener Aussage sechs zentrale Eckpunkte, denen sich die Organisation und ihre Unterorganisationen verpflichtet fĂŒhlen. Die Leitgedanken sollen das zentrale Ziel von World Vision, Kindern in aller Welt zu einem besseren Leben zu verhelfen, unterstĂŒtzen.cite-ref-18[18] Diese Eckpunkte sindcite-ref-19[19]: Christlich, den Armen verpflichtet, Menschen mit WertschĂ€tzung begegnen, SorgfĂ€ltiger Umgang mit Finanzen, verlĂ€ssliche Partnerschaft, Weltverantwortung. Den christlichen Glauben auszuleben bedeutet fĂŒr World Vision International, âsich mit Armen, Benachteiligten, Leidenden, Machtlosen, Verfolgten, insbesondere mit Kindern und Not, zu identifizierenâ.cite-ref-20[20]
Die Entwicklungshilfeorganisation betont ihre christliche IdentitĂ€t im Leitbild, sagt aber gleichzeitig, dass sie âgroĂen Wert auf SensibilitĂ€t fĂŒr den kulturellen Kontext der LĂ€nder, in denen ihre Mitarbeiter tĂ€tig sindâ, legt.cite-ref-21[21] Bei Hilfsaktionen vor Ort arbeitet World Vision International nach eigenen Angaben mit lokalen Organisationen christlicher, sĂ€kularer und andersglĂ€ubiger Ausrichtung zusammen. In Afghanistan beispielsweise werde auch muslimisches Personal eingesetzt; die TĂ€tigkeit von World Vision unterscheide sich dort nicht von anderen, nichtchristlichen Hilfsorganisationen.cite-ref-22[22] FĂŒr World Vision International bilden die wirtschaftliche Entwicklung in der Dritten Welt sowie die Verbreitung christlicher Werte eine Einheit.cite-ref-23[23]
Geschichte
Die GrĂŒndung erfolgte im Jahr 1950cite-ref-24[24] auf Initiative des Evangelisten und Pastors der Kirche des Nazareners, Robert Pierce.cite-ref-25[25] Dieser war in leitender Funktion fĂŒr Youth for Christ in China und spĂ€ter in Korea tĂ€tig, wo er auf soziale und körperliche Nöte aufmerksam wurde. Zudem war er akkreditierter Kriegskorrespondent wĂ€hrend des Koreakrieges.cite-ref-26[26]cite-ref-27[27] Der Name âWorld Visionâ leitet sich von den von Youth for Christ veranstalteten âWorld Vision Ralliesâ ab.cite-ref-vanderpol-28-0[28]
Laut David Stoll hatte Youth for Christ die Hoffnung, in China den Widerstand gegen die kommunistische Entwicklung durch Förderung des christlichen Glaubens zu stĂ€rken.cite-ref-stoll-29-0[29] Nach seiner RĂŒckkehr in die USA ermunterte Pierce unter dem Eindruck seiner Kriegserlebnisse Freunde, koreanische Waisenkinder mit einem monatlichen Beitrag zu unterstĂŒtzen. Korea war das erste Land, in dem Hilfsprojekte gefördert wurden.cite-ref-30[30]cite-ref-history-31-0[31] Wie schon bei Youth for Christ war auch fĂŒr World Vision, ursprĂŒnglich gegrĂŒndet zur UnterstĂŒtzung von Missionsorganisationencite-ref-32[32], ein wesentlicher Aspekt der christlichen Missionierung, dem Kommunismus entgegenzuwirken. Besonders die Filme, die von World Vision bis Ende der 1960er Jahre als das Hauptmittel zum Marketing eingesetzt wurden, waren voll von Kalter-Kriegs-Rhetorik und antikommunistischen Inhalten. So wird zum Beispiel in Filmen wie âThe red plagueâ (1957) und âCry in the Nightâ (1958) behauptet, dass die BekĂ€mpfung des Kommunismus wesentlich von Missionaren in der dritten Welt abhĂ€nge, da im Gegensatz zu âfalschen Religionenâ wie Buddhismus, Hinduismus und Shintoismus, nur das wahre Christentum immun gegenĂŒber dem Kommunismus sei, der als âgodless religion spawned in hellâ dargestellt wird.cite-ref-33[33] Diese Filme trugen auch maĂgeblich zur BegrĂŒndung des evangelikalen âSocial-Actionâ-Films bei, wurden von World Vision hauptsĂ€chlich vor einem evangelikalen Kirchenaudienz vorgefĂŒhrt und trugen auch zur Politisierung dieser ursprĂŒnglich unpolitischen Gruppierung bei.cite-ref-34[34]
In der folgenden Dekade wuchs World Vision und begann weitere Projekte unter der Leitung von Pierce. Nachdem es wegen finanziellen Problemen und Unstimmigkeiten ĂŒber den weiteren Kurs von World Vision zu Auseinandersetzungen im Direktorium gekommen war, trat der auch unter gesundheitlichen Problemen leidende Pierce 1967 zurĂŒck. Bei diesen Auseinandersetzungen spielte der damalige Exekutiv-VizeprĂ€sident Ted Engstrom eine zentrale Rolle, der dafĂŒr verantwortlich war, dass die Verwaltung und die Finanzen neu geordnet und verstĂ€rkt betriebswirtschaftliche GrundsĂ€tze im Management angewendet wurden.cite-ref-irvine-37-0[37]cite-ref-38[38]cite-ref-wheaton1-39-0[39] Nachfolger von Bob Pierce wurde Walter Stanley (âStanâ) Mooneyham (PrĂ€sident von 1969 bis 1982), der zuvor Pressechef von Billy Graham und im Jahr 1974 Organisator des ersten Kongresses fĂŒr Weltevangelisation war, der Auftakt der Lausanner Bewegung, die christliche Mission weltweit fördert.cite-ref-40[40]
World Vision International war von 1966 an die Bezeichnung, unter der World Vision Inc. im GeschĂ€ftsverkehr auftrat.cite-ref-41[41] Nach der Registrierung 1977 wurde diese Bezeichnung, obwohl weiter bis 2004 auf World Vision Inc. registriert, fĂŒr die Dachorganisationen verwendet, da diese die vorher von World Vision Inc. ausgeĂŒbte internationale FĂŒhrungsfunktion weitgehend ĂŒbernahm.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43] Die GrĂŒndungsorganisation World Vision Inc., nunmehr ĂŒberwiegend als Supportorganisation in den USA tĂ€tig, wurde von da an als World Vision US bezeichnet.
Mooneyham fĂŒhrte den VerĂ€nderungsprozess von World Vision weiter. Nachdem World Vision Mitte 1970er Jahre, verursacht durch das VoranrĂŒcken des Kommunismus in Indochina, eines ihrer damaligen Haupteinsatzgebiete verlor und in eine Krise stĂŒrzte, reagierte die Organisation, indem nun Hilfsprojekte in Lateinamerika und Afrika in den Fokus rĂŒckten.cite-ref-vanderpol-28-1[28]cite-ref-irvine-37-1[37]cite-ref-44[44] 1976 entstand der LĂ€nderzweig Ăsterreich, 1978 World Vision Deutschland. Im selben Jahr waren World Vision International und die US-Vertretung des âLausanner Komitees fĂŒr Weltevangelisationâ Sponsor der âNordamerikanischen Konferenz ĂŒber Evangelisation unter Moslemsâ vom 15. bis 21. Oktober 1978 in Glen Eyrie, Colorado Springs.cite-ref-45[45] Von 1982 bis 1984 leitete Ted W. Engstrom World Vision International, dessen stellvertretender PrĂ€sident er bereits 19 Jahre warcite-ref-latimes-46-0[46], zudem leitete er von 1980 bis 1987 World Vision USAcite-ref-latimes-46-1[46]. Engstrom wurde von Tom Houston als PrĂ€sident abgelöst, der das Amt bis 1988 bekleidete.cite-ref-latimes-46-2[46]cite-ref-wheaton2-47-0[47] Der Nachfolger von Houston war Graeme Irvine.cite-ref-vanderpol-28-2[28]
Unter Mooneyham lieĂ die massive UnterstĂŒtzung der Evangelisation nach, da nur bei Einhaltung der US-amerikanischen Richtlinien fĂŒr Hilfsorganisationen eine finanzielle UnterstĂŒtzung durch die U.S. Agency for International Development beantragt werden konnte. Gleichzeitig wurde mit Fernsehwerbung ein breiterer Spenderstamm beworben, der ĂŒber die evangelikalen Kirchen und privaten DokumentationsvorfĂŒhrungen hinausging. Unter Mooneyham erfuhr zudem die viel kritisierte Praxis, einzelne Kinder zu begĂŒnstigen, einen Wandel. World Vision ging immer mehr dazu ĂŒber, ganze Orte oder Regionen zu fördern und dies mit dem einzelnen Patenkind zu bewerben.cite-ref-stoll-29-1[29]
Im Jahr 1995 gab es eine ZĂ€sur: Die bisher zentral gefĂŒhrte Organisation gab sich in der Zusammenarbeit mit ihren Unterorganisationen in anderen LĂ€ndern eine föderale Struktur. Diese wird unter anderem in der multinationalen Besetzung des International Board und des International Council sichtbar. Die zentrale Leitung wich gleichberechtigter Partnerschaft.cite-ref-48[48] Die nationalen BĂŒros sind dem von World Vision USA seither hierarchisch gleichgestellt, sie gelten als selbststĂ€ndig und fĂŒr die Projektauswahl, -durchfĂŒhrung, -ĂŒberwachung und -evaluation sich selbst und den Spendern gegenĂŒber verantwortlich. Dabei sollen sie sich an international anerkannten Regeln und Normen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen halten.cite-ref-venro-org-49-0[49]cite-ref-roten-kreuzes-2006-50-0[50] 1998 entdeckte World Vision International bei World Vision Ăsterreich eine Veruntreuung von Spendengeldern und entzog diesem LandesbĂŒro das Recht, sich World Vision nennen zu dĂŒrfen. Es entstand ein Nachfolgeverein, der heute österreichisches Mitglied von World Vision International ist.
Im September 2009cite-ref-51[51] löste der Kanadier Kevin Jenkinscite-ref-52[52]cite-ref-seekgod-53-0[53], vorher Direktoriumsmitglied von World Vision Kanada und Vorsitzender der kanadischen Sektion der in Colorado Springs beheimateten evangelikalen Jugendorganisation Young Lifecite-ref-54[54]cite-ref-55[55], PrÀsident Dean R. Hirsch (seit 1996) ab; dabei wurde die Hauptverwaltung von World Vision International nach London verlegt.cite-ref-56[56]
Aus einer US-amerikanischen Organisation hat sich, nach eigenen Angaben, durch die GrĂŒndung weiterer NationalbĂŒros zunehmend eine international agierende Organisation entwickelt. Aus einer zu Beginn christlich konservativen Organisation habe sich eine, in der Selbstdarstellung, heute allen groĂen christlichen Strömungen offene Organisation herausgebildet.cite-ref-57[57]
Im Jahr 2016 wurde Mohammed el-Halabi, Leiter von World Vision Gaza, in Israel festgenommen und angeklagt, weil er Hilfsgelder in Höhe von bis zu 45 Millionen Euro (jĂ€hrlich 6,4 Millionen Euro, etwa 60 Prozent des Jahresbudgets von World Vision Gaza) an die im Gazastreifen herrschende Terrororganisation Hamas weitergeleitet haben soll, die das Geld in militĂ€rische Projekte wie den Bau unterirdischer Tunnel sowie WaffenkĂ€ufe investiert habe. Daraufhin setzten unter anderem Australien und Deutschland Hilfszahlungen aus.cite-ref-58[58]cite-ref-59[59] Worldvision bezeichnet die VorwĂŒrfe als unglaubwĂŒrdig, da el-Halabi nur bis 15.000 $ zeichnungsberechtigt gewesen sei und da er erst 2014 die Gesamtverantwortung fĂŒr die TĂ€tigkeiten im Gazastreifen erhalten habe.cite-ref-60[60] Das Bezirksgericht in BeÊŸer Scheva sah es als erwiesen an, dass el-Halabi Gelder an die Hamas umleitete.cite-ref-61[61] Er wurde im Juni 2022 fĂŒr schuldig befunden und im August 2022 zu zwölf Jahren Haft verurteilt.cite-ref-62[62]cite-ref-63[63] Am 1. Feber 2025 wurde er im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens zwischen Israel und der Hamas vom 15. Januar 2025 enthaftet.cite-ref-64[64]
Organisation
World Vision hat 48 nationale LandesbĂŒros. Die Projekte werden in den EinsatzlĂ€ndern ĂŒber die LandesbĂŒros und deren Mitarbeiter umgesetzt.cite-ref-65[65]
Organisationsstruktur
Die Struktur des heutigen World Vision ist eine Art von Föderation, bei der alle eigenstĂ€ndig registrierten nationalen BĂŒros formal in etwa gleichen Einfluss auf Entscheidungen des Dachverbandes World Vision International haben, umgekehrt aber der zentrale Dachverband eine unterschiedlich starke Kontrolle der nationalen BĂŒros ausĂŒbt. Konkret sind drei Kategorien von nationalen BĂŒros zu unterscheiden:
1. unselbstĂ€ndige nationale ZweigbĂŒros unter starker Managementkontrolle der Zentrale,
2. eigenstĂ€ndig registrierte nationale BĂŒros, die sich verpflichtet haben, fĂŒr kritische interne Entscheidungen die Zustimmung der Zentrale einzuholen,
3. eigenstÀndig registrierte nationale Einheiten, die weitgehende Autonomie in internen Entscheidungen haben, von denen aber erwartet wird, sich freiwillig mit der Zentrale abzustimmen.cite-ref-66[66]
In allen eigenstĂ€ndig registrierten NationalbĂŒros ist der PrĂ€sident von World Vision International entweder durch einen von ihm entsendeten Beauftragten im jeweiligen Kontrollgremium vertreten oder dort bei bedeutenderen NationalbĂŒros auch selbst Mitglied.cite-ref-67[67]
Alle NationalbĂŒros haben den âCovenant of Partnershipâcite-ref-68[68], die international anerkannten Regeln und Normen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten (siehe World Vision Deutschland).cite-ref-venro-org-49-1[49]cite-ref-roten-kreuzes-2006-50-1[50] Der Covenant of Partnership regelt z. B. dass Richtlinien und Entscheidungen des World Vision International Boards von den Landesorganisationen zu akzeptieren sind. AuĂerdem darf kein BĂŒro oder Programm auĂerhalb der nationalen Grenzen der jeweiligen Landesorganisation ohne Zustimmung von WVI etabliert werden, und Spendengelder, welche die jeweilige nationale Landesorganisation auĂerhalb der eigene Landesgrenzen verwendet, mĂŒssen in der Regel ĂŒber WVI zu ĂŒbersendet werden. Der Covenant erlaubt WVI die Finanzen der nationalen Organisationen zu ĂŒberprĂŒfen und zu bewerten.cite-ref-69[69]
World Vision International ist zusammen mit den NationalbĂŒros in 98 LĂ€ndern tĂ€tig. World Vision beschĂ€ftigt 40.000 Mitarbeiter, wovon ein GroĂteil in den Projekten vor Ort beschĂ€ftigt sind und sich aus FachkrĂ€ften des jeweiligen Landes zusammensetzen.cite-ref-70[70] Ein relativ hoher Prozentsatz der Mitarbeiter besteht aus Nichtchristen. WĂ€hrend das lokale Management z. T. in der Hand von Nichtchristen liegt, besteht das höhere Management entsprechend der GrundsĂ€tze World Visions ausschlieĂlich aus Christen.cite-ref-71[71] Die Hilfsorganisation baut ihre Arbeitsbeziehungen vor Ort nach eigenen Angaben auf âMitbestimmung, Partnerschaft, Ehrlichkeit und die Förderung des Einzelnen wie der Gemeinschaftâ auf.cite-ref-72[72]
Als eine der weltweit gröĂten Nichtregierungsorganisationen betrug das Spendenaufkommen in monetĂ€rer und nicht-monetĂ€rer Form im Finanzjahr 2008 rund 2,6 Mrd. US-Dollar. Einen âsorgfĂ€ltigen Umgang mit Finanzenâ sieht sie als Selbstverpflichtung an. Die Mitgliedsorganisationen haben in den meisten LĂ€ndern, in denen es fĂŒr Organisationen mit Kinderpartnerschaften Spendensiegel gibt (bspw. in Deutschlandcite-ref-73[73] und Ăsterreich), solche Siegel, nur nicht in der Schweiz.
Nationale Organisationen
World Vision Deutschland
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Hauptartikel
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World Vision Deutschland
World Vision Deutschland (WVD) wurde 1979 gegrĂŒndet und zĂ€hlt heute zu den eigenstĂ€ndig registrierten nationalen BĂŒros von World Vision. Der Verein trĂ€gt das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts fĂŒr soziale Fragen (DZI).cite-ref-74[74]
Seit 2005 engagiert sich die WVD in Deutschland zunehmend im Bereich der entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit, mit Bildungsförderung, Bildungsforschung und ArmutsbekĂ€mpfung. Beispiele dafĂŒr sind die Kinderstudie (Klaus Hurrelmann im Auftrag des World Vision Institut fĂŒr Forschung und Entwicklung), der deutsche Kinderpreis und das Deutsche Institut fĂŒr ArmutsbekĂ€mpfung. Neben der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit und humanitĂ€rer Hilfe versucht WVD seit 2006 von seinem HauptstadtbĂŒro aus, politische EntscheidungstrĂ€ger verstĂ€rkt fĂŒr die BekĂ€mpfung der Armut und gerechtere Strukturen zu gewinnen.
World Vision (Vereinigte Staaten)
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Hauptartikel
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World Vision (Vereinigte Staaten)
World Vision Inc., auch World Vision United States genannt, war die erste World Vision-Organisation (siehe unter Geschichte). Es hat seine Marke jedoch an World Vision International weitergegeben.
World Vision Inc. hat seine AuĂendarstellung dahingehend geĂ€ndert, dass sie sich nicht mehr als klassisches Missionswerk verstehen, sondern als christliches Hilfswerk der Entwicklungszusammenarbeit und humanitĂ€ren Nothilfe. Sein primĂ€res Ziel ist auch in der SekundĂ€rliteratur nicht mehr die Christianisierung, sondern die BekĂ€mpfung der Armutsursachen (Hilfe zur Selbsthilfe).
Die Organisation ist als religiöse Organisation anerkannt und darf daher Stellenausschreibungen auf Christen beschrÀnken.
In den USA kommt es hĂ€ufig zu einer Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfeprogrammen der Regierung. Die Vereinigten Staaten wickeln einen Teil ihrer Entwicklungs- und FlĂŒchtlingshilfe, so zum Beispiel Teile von USAID, ĂŒber World Vision Inc. ab, das so von manchen als AusfĂŒhrungsorgan der Vereinigten Staaten von Amerika angesehen wird. Besonders die TĂ€tigkeit wĂ€hrend des Vietnam-Krieges wird kritisch kommentiert. In Ecuador wurde ihr vorgeworfen, die Hilfen ausschlieĂlich durch evangelische FĂŒhrer zu verbreiten. Nach dem Tsunami vom 26. Dezember 2004 gingen sehr frĂŒh sehr viele Spendengelder ein und es wurde kritisiert, dass die Spendengelder zu langsam verteilt wĂŒrden.
World Vision Ăsterreich
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Hauptartikel
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World Vision Ăsterreich
World Vision ist seit 1976 in Ăsterreich tĂ€tig. Dem ersten in Ăsterreich aktiven Verein âWorld Vision Ăsterreich â Christliches Hilfswerkâ wurden nach einer BuchprĂŒfung durch World Vision International die Namensrechte entzogen, weil die GeschĂ€ftsfĂŒhrung Spendengelder abgezweigt hatte, die unter anderem zur konservativen Paneuropa-Union und den Wahlkampf des ĂVP-Kandidaten fĂŒr das Europaparlament, Karl Habsburg, flossen. Die Nachfolgeorganisation World Vision Ăsterreich â Gesellschaft fĂŒr Entwicklungshilfe und VölkerverstĂ€ndigung (World VisionĂ) ist seit 1998 aktiv und seit 1999 neuer Partner von World Vision International. Im neuen Verein wird besonders auf verantwortungsvollen Umgang mit den Spendengeldern und öffentliche Nachvollziehbarkeit geachtet sowie Wert darauf gelegt, dass keine Verbindung zum VorgĂ€nger besteht.
World Vision Ăsterreich gehörte am 14. November 2001 zu den ersten 44 Organisationen, die das Ăsterreichische SpendengĂŒtesiegel verliehen bekamen, und betreut und betreute Entwicklungsprojekte in den LĂ€ndern Chile, Eswatini, Ghana, Indien, Indonesien, Malawi, Mosambik, Myanmar, Sierra Leone und Vietnam.
World Vision Schweiz
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Hauptartikel
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World Vision Schweiz
World Vision Schweiz wurde 1982 gegrĂŒndet. World Vision Schweiz verfĂŒgt ĂŒber das NPO-Label fĂŒr Management Excellence und ist ISO 9001 zertifiziert. Von der Independent Development Experts Association (IDEAS) wurde Wold Vision Schweiz mit dem ersten Platz honoriert.cite-ref-75[75] World Vision Schweiz finanzierte im Jahr 2006 in 19 LĂ€ndern insgesamt 42 regionale Entwicklungsprojekte, unterhielt in 16 LĂ€ndern 34 sektorielle Projekte und leistete in den Krisenregionen der Welt Not- und Katastrophenhilfe. Das Spendenvolumen lag 2011 bei 57,7 Millionen Schweizer Franken.cite-ref-ta120509-76-0[76]
Sektorielle Projekte fĂŒhrt World Vision Schweiz unter anderem in den Bereichen StraĂenkinder, Traumaverarbeitung, HIV/Aids und MĂ€dchenbeschneidung durch. In der Schweiz wird ein Spendensiegel durch die ZEWO an Patenschaftsorganisationen, wie World Vision, die Einzelkinderpatenschaften fördern oder selbst vermitteln, grundsĂ€tzlich nicht erteilt.
Beim evangelikalen Hilfswerk in der Schweiz haben im FrĂŒhjahr 2012 der GeschĂ€ftsfĂŒhrer (CEO), der Marketingchef sowie die beiden Verantwortlichen fĂŒr die Bereiche Social Media und Public Marketing gekĂŒndigt, auch zwei Grosskundenbetreuer kehrten der Organisation den RĂŒcken. Streitpunkt war die verstĂ€rkte Ausrichtung auf Kinderpatenschaften, mit der sie nicht einverstanden waren.cite-ref-ta120509-76-1[76]
Internationale Vernetzung
Als eine Organisation, die sich nach eigenen Angaben als ĂŒberkonfessionell versteht, betont World Vision International âden Dialog mit Kirchen und die Zusammenarbeit mit anderen humanitĂ€ren Hilfswerkenâ.cite-ref-77[77] Projekte ohne Spendenpatenschaften, wie die aus dem Bereich der humanitĂ€ren Hilfe, werden ĂŒberwiegend durch Kooperationen mit öffentlichen Gebern oder UN-Organisationen abgewickelt (vor allem das WelternĂ€hrungsprogramm der Vereinten Nationen, WFP).
World Vision International hat Beratungsstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC), bei UNICEF und dem FlĂŒchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR).cite-ref-unido-78-0[78]
World Vision International arbeitet eng zusammen mit dem WelternĂ€hrungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP), der WHO, der UNCTAD, dem Hohen Kommissar der Vereinten Nationen fĂŒr Menschenrechte (UNHCHR), der Welthandelsorganisation (WHO), dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, der Weltbank, dem United Nations Research Institute for Social Development, der Internationalen Arbeitsorganisation und dem Gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS (UNAIDS).cite-ref-unido-78-1[78]
World Vision International ist Mitglied bei den internationalen NGOs Liaison Committee of European Union Non-governmental Development Organizations, Voluntary Organisations in Cooperation and Emergency (VOICE), StÀndigen interinstitutioneller Ausschuss, NGO Committee on the Status of Women, NGO Group of the Convention on the Rights of the Child, Conference of NGOs in Consultative Relationship with ECOSOC (CONGO), NGO Forum for Health, Federation of International Institutions in Geneva, NGO Coalition Against Land-Mines, Interfaith Group on Building Community around Children, International Center for Trade and Sustainable Development, International Baby Food Action Network, Inter-Agency Advisory Group on Refugee Health.cite-ref-unido-78-2[78]
World Vision International ist Vorstandsmitglied des NGO Komitee von UNICEF (Als Vorsitzende) und des Steering Committee of the International Coalition to Stop the Use of Child Soldiers.cite-ref-unido-78-3[78]
Sie ist zudem vom Weltkirchenrat (ĂRK) als internationale ökumenische Organisation anerkannt.cite-ref-79[79]
Ăber die Abteilung Missions Advanced Research and Communications Center (MARC) / World Vision Resources mit dem Schwerpunkt Missionswissenschaftcite-ref-80[80] ist World Vision International in der evangelikalen Lausanner Bewegung und deren weltweite MissionbemĂŒhungen involviert.cite-ref-81[81]
Schwerpunkte der Arbeit
World Vision International und World Vision USA haben sich seit der Entstehung von World Vision USA im Jahr 1950 unter anderem durch SpendenbeitrÀge zur Förderung von Kindern, deren Familien und regionaler Entwicklungsprojekte engagiert.cite-ref-ourmission-82-0[82]
Kinder
World Vision International ist die gröĂte Organisation, die mit Spenden fĂŒr Kinder finanziert wird. Im Jahre 2009 förderte World Vision International 3,6 Millionen Kinder direkt durch Kinderpatenschaften und Millionen andere Kinder indirekt ohne Ansehen von Religion, Rasse, Ethnie oder Geschlecht. Diese Spenden sind die Basis von World Vision Internationals kinderzentriertem Ansatz der Entwicklungshilfe.cite-ref-83[83]
WĂ€hrend des G8-Gipfels 2010 beteiligte sich World Vision International mit einer symbolischen Tortecite-ref-ehrlich-84-0[84] mit fĂŒnf Kerzen am Protest dagegen, dass die G8 und besonders Deutschland sich nur begrenzt an der Muskoka-Initiative beteiligen wollten, die Millenniumsziele, den Tod von Kindern unter fĂŒnf Jahren bis 2015 um zwei Drittel und bei MĂŒttern um drei Viertel zu reduzieren.cite-ref-aan-85-0[85] World Vision International beklagte am Ende, dass die aufgrund ihrer G8-Initiative auf 5 Mrd. erhöhten Gelder erstens nicht ausreichten und teilweise durch Umschichtungen der Entwicklungsetats zustande gekommen seien. So ĂŒberlebten zwar kĂŒnftig mehr Kinder, dafĂŒr bekĂ€men sie jetzt eine schlechtere Schulbildung.cite-ref-86[86]
Langfristige Entwicklungszusammenarbeit und AufklÀrung
Ab Mitte der 1980er Jahre fand, bedingt durch die DĂŒrrekatastrophen in Ăthiopien, eine Umorientierung der Arbeit statt: langfristige Programme statt karitativer Hilfe, Gemeinwesenorientierung statt individueller Kinderförderung, Internationalisierung statt zentralistischer Leitung rĂŒckten in den Vordergrund.cite-ref-87[87] Zunehmend ergĂ€nzen heute Lobbyarbeit und entwicklungspolitische Bildung die humanitĂ€re Hilfe. Dies alles fĂŒhrt zu einer zunehmenden Vernetzung und Kooperation auch mit anderen Entwicklungsorganisationen.
Der Kern der Arbeit von World Vision ist heute die langfristige Entwicklungszusammenarbeit. Projekte werden zusammen mit der ansĂ€ssigen Bevölkerung in den jeweiligen EntwicklungslĂ€ndern entwickelt und durchgefĂŒhrt. Um Synergieeffekte zu nutzen, werden die Projekte fĂŒr gröĂere Regionen â hĂ€ufig mit mehr als 100.000 Einwohnern â konzipiert. Die Nachhaltigkeit der Entwicklung wird durch lange Projektlaufzeiten (mehr als 12 Jahre) und durch parallele Verbesserungen in unterschiedlichen Bereichen (Bildung, Gesundheitsversorgung, Nahrungssicherung, Einkommensförderung, AIDS-BekĂ€mpfung, AufklĂ€rungsarbeit) sichergestellt.
Das Wirken von World Vision International wurde besonders im Hinblick auf das Wirken in Lateinamerika sowie in Asien, als eng verknĂŒpft mit den auĂenpolitischen Interessen der Vereinigten Staaten kritisiert. Skeptisch wurde die starke UnterstĂŒtzung gesehen, die World Vision International fĂŒr ihr Wirken in Kambodscha und Vietnam durch USAID wĂ€hrend des Vietnamkriegs erhielt, weswegen World Vision Inc., dessen GrĂŒnder Robert Pierce beispielsweise durch Kampagnen in China aktiv dem Kommunismus entgegenwirken wollte, als ein Produkt des Kalten Krieges genannt wird.
Die katholische Organisation Pax Christi nannte World Vision International im Hinblick auf deren Wirken in Ecuador als ein âTrojanisches Pferdâ der US-AuĂenpolitik. Beklagt wurde die Diskrepanz zwischen Worten und Taten, da die Gruppe sich zwar christlich und nicht evangelisch nennen wĂŒrden, sie ihre Hilfe aber ausschlieĂlich durch evangelische FĂŒhrer verbreite.cite-ref-88[88]
HumanitÀre Hilfe
Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit von World Vision bildet die humanitĂ€re Hilfe. Dazu zĂ€hlt, dass Bevölkerungsgruppen, die von lĂ€ngeren Krisen (insbesondere aufgrund von anhaltenden Konflikten oder Kriegen) betroffen sind, die notwendige Hilfe erhalten (beispielsweise unter Krieg und Hunger leidende FlĂŒchtlinge). Dabei wird ein System entwickelt und eingefĂŒhrt, das ein FrĂŒhwarnsystem und ein geeignetes Handlungsinstrumentarium darstellt. Dieses System beinhaltet den âDo no Harmâ-Ansatz. Die von Mary B. Anderson popularisierte Grundregel der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit besagt, dass jede MaĂnahme kritisch darauf ĂŒberprĂŒft werden muss, ob sie nicht ungewollte KonfliktverschĂ€rfungen hervorrufen kann.cite-ref-89[89] Unter Friedensförderung versteht die Organisation, dass Netzwerke von sozialen Beziehungen (wieder)hergestellt, die Ursachen von Gewalt analysiert und eine gewaltfreie BewĂ€ltigung von Konflikten hin zu gerechten LebensverhĂ€ltnissen gefördert werden.cite-ref-90[90]
So half die Hilfsorganisation beispielsweise unmittelbar nach dem Tsunami vom 26. Dezember 2004 in den betroffenen Gebieten bedĂŒrftigen Menschen mit Nahrungsmitteln, Kleidung und NotunterkĂŒnften. Etwa ein halbes Jahr spĂ€ter begann die Organisation mit dem langfristigen Wiederaufbau, und bei diesem Sachstand sieht man die VerknĂŒpfung von humanitĂ€rer Hilfe mit der langfristigen Entwicklungshilfe. Inzwischen sind diese MaĂnahmen weitestgehend abgeschlossen.cite-ref-91[91]
Die Praxis der Alliance for Food Aid, zu der World Vision International gehörtcite-ref-92[92], in den USA produzierte und stark subventionierte Lebensmittel auf dem afrikanischen Markt zu gĂŒnstigen Preisen zu verkaufen, wurde sowohl von CARE, dem Government Accountability Office, als auch dem frĂŒheren US-PrĂ€sidenten Jimmy Carter kritisiert und als ineffizient bezeichnet. So werde ein Drittel der aufgewendeten Mittel fĂŒr den Transport ausgegeben. AuĂerdem werden lokale afrikanische Landwirte durch die importierten Lebensmittel aus dem Markt gedrĂ€ngt und somit selbst hilfsbedĂŒrftig. World Vision hingegen macht geltend, dass dieses Vorgehen Devisen im Land halte, starke Preissteigerungen kompensieren könne und den ansĂ€ssigen Landwirten nicht schade.cite-ref-93[93] Mit den Einnahmen der NahrungsmittelverkĂ€ufe finanzieren Hilfsorganisationen wie World Vision dann GehĂ€lter und laufende Kosten.cite-ref-94[94]
World Vision und zehn andere Hilfsorganisationen, wie etwa Oxfam und Care International richteten anlĂ€sslich der Hilfe nach der Ăberschwemmungskatastrophe in Pakistan 2010 eine Bittschrift an die USAID, dass sie nicht mehr mit dem sonst obligatorischen Logo der amerikanischen Flagge auf jeder Hilfslieferung darauf hinweisen mĂŒssen, wenn sie mit amerikanischen Geldern arbeiten, weil das ihre NeutralitĂ€t, die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und der Hilfslieferungen in Pakistan gefĂ€hrde. Viele internationale Organisationen verzichten in Pakistan auf ihre eigenen Logos, aber auf das Logo von USAID dĂŒrfen sie nur in den Stammesgebieten und in Khyber Pakhtunkhwa verzichten, fĂŒr die USAID eine Ausnahme erteilt hat.cite-ref-95[95]
Entwicklungspolitische Anwaltschafts- und Bildungsarbeit
âUnter Anwaltschaft versteht man in der Entwicklungszusammenarbeit den Versuch, in Entscheidungsprozessen im Norden â zum Beispiel in Deutschland oder der EU â Interessen der Menschen des SĂŒdens geltend zu machen.â âZu den Instrumenten dieser Anwaltschaft gehören nicht nur Lobby-GesprĂ€che mit Politikern, sondern auch Kampagnen und die AufklĂ€rung der Ăffentlichkeit.âcite-ref-96[96]
Neben der langfristigen Entwicklungshilfe und der humanitĂ€ren Nothilfe engagiert sich World Vision auch im Bereich der entwicklungspolitischen Anwaltschaftsarbeitcite-ref-97[97], die das Ziel hat, ungerechte VerhĂ€ltnisse und Strukturen zu Ă€ndern. Unter Anwaltschaftsarbeit versteht World Vision Lobbyarbeit mit politischen EntscheidungstrĂ€gern sowie Kampagnenarbeit, Publikationen, Ausstellungen und Aktionen fĂŒr die breite Ăffentlichkeit. Neben dem oben genannten soll durch diese Arbeit eine Verbesserung der Lebenssituation armer, benachteiligter und unterdrĂŒckter Menschen erreicht und auf entwicklungspolitische Anliegen aufmerksam gemacht werden. So nimmt World Vision Deutschland zum Beispiel an der Erlassjahrkampagne zur Entschuldung hoch verschuldeter LĂ€nder teil und ist Mitglied der VENRO-Kampagne Deine Stimme gegen Armut, des AktionsbĂŒndnisses gegen AIDS, der Deutschen Koordination Kindersoldaten, des Deutschen Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS), der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung und von Gemeinsam fĂŒr Afrika (GfA). Die Themenschwerpunkte sind HIV/Aids und Gesundheit, Friedensförderung und das Erreichen der Millenniumsentwicklungsziele.cite-ref-98[98]
Ziel der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit von World Vision ist es, die Umsetzung gerechter und nachhaltiger Strukturen zu fördern und zur Reflexion ĂŒber das eigene Verhalten anzuregen. Beispiele fĂŒr entwicklungspolitische Bildungsarbeit sind die deutsche TROTZ-AIDS-Kampagne, World VisionConnect, Challenging Injustice und Education and Justice.
Finanzierung
World Vision finanziert sich durch Spenden und durch öffentliche ZuschĂŒsse. World Vision bietet Spendern als bekanntestes Finanzierungsinstrumentcite-ref-99[99] ein Patenschaftsmodell an, bei dem regelmĂ€Ăig gleichbleibende BetrĂ€ge gespendet werden. Das Patenschaftskonzept von World Vision International Ă€nderte sich im Laufe der Geschichte der Organisation. Wurden anfangs vorwiegend Waisenheime und Schulen und spĂ€ter kleine Dorfentwicklungsprojekte gefördert, so werden heute groĂflĂ€chig angelegte Regionalentwicklungsprogramme durchgefĂŒhrt, bei denen die PatenschaftsbeitrĂ€ge zur Finanzierung von multisektoralen HilfsmaĂnahmen herangezogen werden.cite-ref-100[100]
Werbung fĂŒr Patenschaften stand wiederholt in der Kritik, die sich unter anderem gegen die von einigen Kritikern als paternalistisch bezeichneten ZĂŒge der Hilfsform âKinderpatenschaftâ richtete. World Vision bediente sich bis Ende 2004 einer katalogartigen Werbung, mit der Spendern verschiedene Kinder als ihr âWunschkindâ zur Auswahl angeboten wurde. World Vision hat seitdem solche katalogartige Werbung eingestellt.cite-ref-101[101]
Die schweizerische Stiftung ZEWO, die Hilfswerke mit Sitz in der Schweiz hinsichtlich ihrer Transparenz und Lauterkeit ĂŒberprĂŒft, kritisiert am von World Vision International vertretenen Patenschaftsmodell, dem auch World Vision Deutschland angeschlossen ist, dass âeine Organisation (âŠ) fĂŒr ihre Projekte sammeln [soll] und nicht aus MarketinggrĂŒnden Kinder instrumentalisieren und mit persönlichen Patenschaften werben [soll.]âcite-ref-102[102]. World Vision entgegnet, âden Paten werde kommuniziert, dass ihre Spende auch der Familie und der ganzen Dorfgemeinschaft zugute komme. Die Zewo sei die weltweit einzige Zertifizierungsstelle, die das Modell von World Vision nicht akzeptiere.â Das Beispiel World Vision zeige, so die NZZ, âdass grundsĂ€tzlich auch Organisationen, die ĂŒber kein GĂŒtesiegel verfĂŒgen, das Vertrauen der Spender verdienen können.âcite-ref-103[103]
Im Jahr 2009 wurde im Rahmen einer Kampagne verschiedenen Patenschaftsorganisationen, auch World Vision, vorgehalten, dass sie nicht ausreichend darauf hinwirkten, dass von ihnen betreute PatenmĂ€dchen konkret vor der Beschneidung weiblicher Genitalien geschĂŒtzt werden. Die Organisationen wĂŒrden angeblich dulden, dass hunderttausende von ihnen betreute MĂ€dchen an den Genitalien verstĂŒmmelt wĂŒrden.cite-ref-welt20090818-104-0[104] Es wurde gefordert, dass die Organisationen ihre âMarktmachtâcite-ref-welt20090818-104-1[104] geltend mache und die Unversehrtheit der Patenkinder zur Bedingung fĂŒr finanzielle UnterstĂŒtzung. Mittels regelmĂ€Ăiger Gesundheitskontrollen durch World Vision solle die Unversehrtheit der MĂ€dchen in den ProjektlĂ€ndern ĂŒberprĂŒft werden.cite-ref-welt20090818-104-2[104] Die Patenorganisationen verweisen auf Projekte, die AufklĂ€rungsarbeit leisten und der Beschneidung alternative Rituale gegenĂŒberstellten.cite-ref-105[105] Die Wirksamkeit dieser Projekte ist schwer zu belegen, da die Patenschaftsorganisationen keine medizinischen Untersuchungen bezĂŒglich der Unversehrtheit der Patenkinder durchfĂŒhren lassen.cite-ref-welt20090818-104-3[104]cite-ref-106[106]
JĂ€hrlicher Bericht
World Vision International veröffentlicht seine Finanzen im Internet. 2009 erhielt es Geld und Sachspenden im Wert von 2,575 Milliarden Dollar (Stand September 2010: rund 2 Mrd. Euro). Davon wurden 58 Prozent in internationale Entwicklungsprogramme investiert, 27,7 Prozent in Not- und Katastrophenhilfe, 8,5 Prozent in Spendergewinnung, 4,6 Prozent in Verwaltung und 1,2 Prozent fĂŒr lokale Bildungsförderung, Anwaltschaftsarbeit und Sonstiges.cite-ref-jb-world-vision-international-2009-107-0[107]
Im Jahr 2009 wurde mit einer Milliarde Dollar (43,7 Prozent) der Hauptteil der Finanzen nach Afrika transferiert. 18,1 Prozent wurden in Asien und dem Pazifik, 13,2 Prozent in Nordamerika, 12,2 Prozent in Lateinamerika und der Karibik, 6,4 Prozent im Mittleren Osten und Osteuropa, 1,9 Prozent in Australien und Neuseeland sowie 4,5 Prozent in andere internationale Programme investiert.cite-ref-jb-world-vision-international-2009-107-1[107]
Spendeneingang und Verwendung
| Jahr | Hilfe fĂŒr Personen in Mill. US$ | Anzahl Kinder- patenschaften in Mill. | Spenden in Mrd. US$ | Aufwendungen fĂŒr Werbung, Fundraising & Ăffentlichkeitsarbeit in Mill. US$ | LĂ€nder | Mitarbeiter |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2000 [ 109 ] | 75 | 1,2 | 0,886 | 102,4 | 89 | 13.500 |
| 2001 [ 110 ] | 75 | 1,9 | 0,9642 | 106,6 | 92 | 14.000 |
| 2002 [ 111 ] | 85 | 2,1 | 1,032 | 113,0 | 96 | 18.000 |
| 2003 [ 112 ] | 100 | 2,2 | 1,25 | 122,5 | 99 | 20.000 |
| 2004 [ 113 ] | 100 | 2,4 | 1,546 | 142,7 | 96 | 22.500 |
| 2005 [ 114 ] | 100 | 2,7 | 1,97 | 170,0 | 96 | 23.000 |
| 2006 [ 115 ] | 100 | 3,0 | 2,1 | 188,0 | 97 | 23.000 |
| 2007 [ 116 ] | 100 | 3,4 | 2,2 | 215,0 | 98 | 31.000 |
| 2008 [ 117 ] | 100 | 3,6 | 2,6 | 234,1 | 98 | 40.000 |
Aufgrund mangelhafter interner Kontrollen konnte ein ranghoher Angestellter von World Vision zusammen mit zwei weiteren Mitarbeitern in den Jahren 2005 und 2006 in Liberia mehr als eine Million US-Dollar an Hilfsmitteln veruntreuen.cite-ref-118[118] Nach einem anonymen Hinweis sorgte World Vision dafĂŒr, dass dieser Vorgang zur Anzeige gebracht wurde. In einer ErklĂ€rung gab World Vision an, inzwischen verbesserte Kontroll- und Ăberwachungsmechanismen implementiert zu haben.cite-ref-119[119] Nur fĂŒr 9 Prozent der nach Liberia geflossenen Nahrungshilfen konnte bis zum 5. Juni 2009 eine Weiterleitung an BedĂŒrftige nachvollzogen werden.cite-ref-120[120]
Weblinks
âą Offizielle Website von World Vision International
Einzelnachweise
cite-note-11. www.wvi.org Contact Us (Memento vom 23. Februar 2012 im Internet Archive)
cite-note-22. âWho We Areâ (Memento vom 13. Februar 2012 im Internet Archive)
cite-note-33. WORLD VISION Pressemitteilung: Afrikanischer Mitarbeiter erhĂ€lt Bundesverdienstkreuz fĂŒr Einsatz im EntfĂŒhrungsfall. Abgerufen am 28. Januar 2011.
cite-note-44. â Vgl.: Katharina Hofer: Afrika im hektischen Missionsfieber. In: Deutscher Bundestag (Hrsg.): Das Parlament Nr. 10 vom 1. MĂ€rz 2004 (Online-Text (Memento vom 24. Februar 2005 im Internet Archive)). Mark R. Amstutz / Andrew S. Natsios: Faith-Based NGOs and U.S. Foreign Policy, in: Elliott Abrams (Hrsg.): The influence of faith. Religious groups and U.S. foreign policy, Rowman & Littlefield Publishers, Inc., Lanham, Maryland 2001, S. 175â189 (Amstutz) / S. 189â200 (Natsios); Steve Brouwer, Paul Gifford, Susan D. Rose: Exporting the American gospel. Global Christian fundamentalism, Routledge, New York 1996, S. 184 (online); James K. Wellman, Jr.: Art. Evangelicalism, in: Thomas Riggs (Hrsg.): Worldmark Encyclopedia of Religious Practices, Bd. 1: Religions and Denominations, Thomson Gale, Farmington Hills, Michigan 2006, S. 183â188, hier S. 187f. Evangelical Manifesto Steering Committee EIN EVANGELIKALES MANIFEST (Memento vom 25. September 2011 im Internet Archive). Eine ErklĂ€rung zur evangelikalen IdentitĂ€t und zum öffentlichen Engagement, Washington, D.C., 7. Mai 2008, Ăbersetzung des Instituts fĂŒr Ethik & Werte, GieĂen. Richard Ziegert: Das protestantische Schisma, in: PfĂ€lzisches Pfarrerblatt 2006. online (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive) Derek Michaud / YunJung Moon / Mark Mann: Art. Carl F. H. Henry (1913â2003), in: Boston Collaborative Encyclopedia of Western Theology, mit Bezug auf Edith L. Blumhofer / Joel A. Carpanter: Twentieth-Century Evangelicalism. A Guide to the Sources, Garland Publishing, New York â London 1990, S. xi. Charles van Engen: Opportunities and Limitations, in: Gary Corwin, Kenneth B. Mulholland (Hrsg.): Working together with God to shape the new millennium, Evangelical Missions Society, Pasadena, California 2000, S. 82â122, hier S. 98. Interhemispheric Ressource Center: Report World Vision, 1991, hier zitiert nach Stephen A. Kent: The French & German vs. American Debate over 'New Religions', Scientology, and Human Rights, in: Marburg Journal of Religion 6/1 (2001), Online-Text. William A. Dyrness: Evangelical theology and culture, in: Timothy Larsen, Daniel J. Treier (Hrsg.): The Cambridge Companion to Evangelical Theology, Cambridge University Press, Cambridge 2007, S. 145â160, hier S. 151. Kai M. Funkschmidt: Art. World Vision / World Vision International, in: Hans Dieter Betz et al. (Hrsg.): Die Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. A., Bd. 8, Mohr Siebeck, TĂŒbingen 2005, Sp. 1694f. Julie Hearn: The 'Invisible' NGO. US Evangelical Missions in Kenya, in: Journal of Religion in Africa 32/1 (2002), S. 32â60, hier S. 34.53. D. Michael Lindsay: Faith in the halls of power. How evangelicals joined the American elite, Oxford University Press, Oxford 2007, ISBN 0-19-532666-0, S. 259. David Stoll: Is Latin America Turning Protestant? The Politics of Evangelical Growth, University of California Press, Oxford 1990, ISBN 0-520-07645-1, S. 289 (vgl. z. B. S. 155 u.ö.). Hans-JĂŒrgen Prien: Der Protestantismus in Lateinamerika im (18.-20. Jh.), in: Anuario de historia de la Iglesia 9 (2000), S. 171â195, hier S. 188.
cite-note-55. â Affiliates â World Evangelical Alliance. Abgerufen am 19. Februar 2022.
cite-note-66. â Karen Foreman: Evolving Global Structures and the Challenges Facing International Relief and Development Organizations. In: Nonprofit and Voluntary Sector Quarterly. 28/4 (1999), S. 178â197, hier S. 178 f: âAlthough membership in the World Vision partnership is determined by wholehearted commitment to its core partnership documents, WVI maintains three different levels of central control over its partner members ⊠while the net-work as a whole constitutes World Vision International.â Antonio Donini: The Bureaucracy and the Free Spirits: Stagnation and Innovation in the Relationship between the UN and NGOs, in: Third World Quarterly 16/3 (1995), S. 421â439: âIn most cases these groupings do not affect the individuality of their constituent members, who retain their operational and financial independence, except for World Vision, which is managed centrallyâ. Erica Bornstein: The Spirit of Development. Protestant NGOs, Morality, and Economics in Zimbabwe, Routledge/Taylor and Francis, New York â London 2003; Stanford University Press, Palo Alto, California 2005, S. 21f.: âIn 1978, an umbrella governing body known as World Vision International was created to include an international board of directors, a larger international advisory council, and a corporate headquarters. The current governing board includes members from both support (financially contributing), and recipient countries. Each of the national support offices (there were 60 at the time of this research) is incorporated as an independent nonprofit organization under the laws of its respective country, while the network as a whole constitutes World Vision International. As a network, World Vision International crosses national boundaries. It is a global, supra-national organization.â
cite-note-brouwergiffordrose-77. â Steve Brouwer, Paul Gifford, Susan D. Rose: Exporting the American gospel. Global Christian fundamentalism. Routledge, New York 1996, S. 184: World Vision International is an evangelical relief organization that concentrates on supplying medical care and food to the poor, often in conjunction with foreign-aid programs operating through the U.S. government. It is more dedicated to long-term social amelioration than many evangelizing agencies, but still emphasizes the primacy of aggressively Christianizing the world with its charismatic theology. A subdivision, the Mission Advanced Research and Communications Center, publishes the Mission Handbook and dedicates itself to âGreat Commissionâ research and defining âthe unreached peoplesâ. (Ăbers.: World Vision International ist eine evangelikale Hilfsorganisation, die sich auf die Bereitstellung medizinischer Versorgung und Nahrung fĂŒr die Armen konzentriert, oft in Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfeprogrammen der US-Regierung. Die Organisation widmet sich stĂ€rker langfristigen sozialen Verbesserungen als viele andere evangelikale Organisationen. Sie betont den Vorrang der aggressiven Christianisierung der [ganzen] Welt mit ihrer charismatischen Theologie. Eine Untereinheit, das Mission Advanced Research and Communications Center, veröffentlicht das Mission Handbook und widmet sich dem âgroĂen Auftragâ, die bislang ânicht erreichten Völkerâ zu ermitteln und beschreiben.)
cite-note-88. â Zu WV US: Katharina Hofer: Afrika im hektischen Missionsfieber. In: Deutscher Bundestag (Hrsg.): Das Parlament Nr. 10 vom 1. MĂ€rz 2004 Mark R. Amstutz (Zu WV US); Faith-Based NGOs and U.S. Foreign Policy. In: Elliott Abrams (Hrsg.): The influence of faith. Religious groups and U.S. foreign policy. Rowman & Littlefield Publishers, Inc., Lanham, Maryland 2001, S. 175â189 (Amstutz) (Engl).
cite-note-evangelikal-99. â Erhard Berneburg: Das VerhĂ€ltnis von VerkĂŒndigung und sozialer Aktion in der evangelikalen Missionstheorie. Dissertation nach Literaturstand 1994, Brockhaus, Wuppertal 1997, ISBN 978-3-417-29425-5, S. 59, S. 188 f sowie S. 204 ff. Andrew S. Natsios (VizeprĂ€sident von World Vision Relief and Development, einem Ableger von WV US): Faith-Based NGOs and U.S. Foreign Policy. In: Elliott Abrams (Hrsg.): The influence of faith. Religious groups and U.S. foreign policy. Rowman & Littlefield Publishers, Inc., Lanham, Maryland 2001, S. 189â200 (Engl). James K. Wellman, Jr.: Evangelicalism. In: Thomas Riggs (Hrsg.): Worldmark Encyclopedia of Religious Practices. Bd. 1: Thomson Gale: Religions and Denominations. Farmington Hills, Michigan 2006, S. 183â188, hier S. 187 f. (Engl). Evangelical Manifesto Steering Committee: Ein Evangelikales Manifest. Eine ErklĂ€rung zur evangelikalen IdentitĂ€t und zum öffentlichen Engagemenz. (Memento vom 25. September 2011 im Internet Archive) Washington, D.C., 7. Mai 2008, Ăbersetzung des Instituts fĂŒr Ethik & Werte, GieĂen. Charles van Engen: Opportunities and Limitatons. In: Gary Corwin, Kenneth B. Mulholland (Hrsg.): Working together with God to shape the new millennium. Evangelical Missions Society, Pasadena, California 2000, S. 82â122 (Engl). Stephen A. Kent: The French & German vs. American Debate over 'New Religions', Scientology, and Human Rights In: Marburg Journal of Religion 6/1 (2001) [1] (Die von ihm zitierte Internetquelle Interhemispheric Ressource Center (IRC), Report World Vision, 1991 ist nicht mehr erreichbar) (Engl). William A. Dyrness: Evangelical theology and culture. In: Timothy Larsen; Daniel J. Treier (Hrsg.): The Cambridge Companion to Evangelical Theology. Cambridge University Press, Cambridge 2007, S. 145â160, S. 151 (Engl). Kai M. Funkschmidt: World Vision/World Vision International. In: Hans Dieter Betz et al. (Hrsg.): Die Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Auflage, Bd. 8, Mohr Siebeck, TĂŒbingen 2005, Sp. 1694 f. Julie Hearn: The 'Invisible' NGO: US Evangelical Missions in Kenya. In: Journal of Religion in Africa 32/1 (2002), S. 32â60, S. 34, 53 f. (Engl). D. Michael Lindsay: Faith in the halls of power. How evangelicals joined the American elite. Oxford University Press, Oxford 2007, ISBN 0-19-532666-0, S. 259 (Engl). David Stoll, Is Latin America Turning Protestant? The Politics of Evangelical Growth. University of California Press, Oxford 1990, ISBN 0-520-07645-1, S. 155, 289 (Engl). Hans-JĂŒrgen Prien: Der Protestantismus in Lateinamerika im (18.-20. Jahrhundert). In: Anuario de historia de la Iglesia 9 (2000), S. 171â195.
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